Aktueller Lagebericht von Schwester Klara


Schwester Klara sendet viele Grüße aus Malawi. Die Situation in Malawi aufgrund der Corona-Pandemie hat sich massiv verschlechtert. Die Schulen waren dort fast fünf Monate geschlossen. Anschließend lief alles ziemlich gut, bis im Januar 2021 die Neuinfektionen rapide angestiegen sind. Ebenfalls stark gestiegen sind die Todesfälle. Daraufhin wurden Schulen, Universitäten und Ausbildungsstätte erneut für zunächst 14 Tage geschlossen, anschließend wurde auch dort der Lockdown verlängert.

Bereits nach dem ersten Lockdown kamen viele Kinder nicht zurück in die Schule. Die Gründe dafür sind erschreckend.

Viele Mädchen wurden verheiratet oder waren schwanger.

Eine erschütternde Situation. An die Folgen des zweiten Lockdowns mag niemand denken.


Ein weiteres Problem ist die unbeschreibliche Armut. Im ersten Lockdown sind die Schwestern regelmäßig in die Dörfer gefahren, um den Waisenkindern Maismehl zu bringen. Nun ist in Malawi allerdings Regenzeit und die Wege sind fast unbefahrbar. Daher gibt es nun feste Tage an denen die Kinder zur Schule kommen können, um sich Maismehl zu holen. Jede Woche werden so bis zu 600 Menschen unterstützt. Neben den Schülern kommen auch alte und gebrechliche Menschen. Die Schwestern bringen wöchentlich 40 Säcke Mais zur Mühle, damit die Menschen einigermaßen versorgt werden. Es herrscht eine unbeschreibliche Armut derzeit.


Die Pandemie bringt zusätzlich den Arbeitsrhythmus der Schwestern durcheinander. An einigen Tagen können sie nur noch das Wichtigste abarbeiten. Und dabei bleibt immer die Angst, selbst zu erkranken. Schwester Klara ist es wichtig zu betonen, dass diese Informationen kein Klagen sind, sondern der derzeitige Lagebericht in einem armen Land.


Sie bedankt sich ganz herzlich bei Ihnen und euch für die großzügigen Spenden.


Wir stehen aktuell in engem Kontakt mit Schwester Klara und versuchen schnellstmöglich zu helfen.

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